Donnerstag, 24. Oktober 2013

My One And Only Homecoming

Anfang Oktober war Homecoming Week an meiner Schule! So exciting! Ich hatte mich da ja ehrlich gesagt schon vor Beginn meines Auslandsjahres drauf gefreut und nun war es auch schon soweit. Homecoming wird an den meisten amerikanischen High Schools zelebriert und findet meistens im September/Oktober statt.

An meiner Schule gab es zuerst von Montag bis Freitag eine Mottowoche, in der man sich jeden Tag zu einem anderen Thema angezogen hat. Unsere Mottos waren (in entsprechender Reihenfolge): America Day, Twin Day (man sucht sich einen Partner und zieht sich möglichst gleich an), Color Day (jede Klassenstufe zieht sich in einer anderen Farbe an: da ich ein Junior bin, habe ich grün getragen), Pajama Day (Schlafanzug in der Schule fühlt sich erst etwas seltsam an, ist aber überaus bequem) und Blue and Maize Day (das sind die Schulfarben). Ich habe alles mitgemacht!

Am Freitag sollte nachmittags dann eigentlich die Homecoming Parade stattfinden. Das kann man sich wahrscheinlich ein bisschen wie den deutschen Karneval vorstellen, die verschiedenen Clubs und Teams laufen zusammen und werfen Süßigkeiten oder machen irgendwas cooles. Dafür war ursprünglich geplant, dass jede Stunde nur 30 Minuten lang ist, sodass wir alle Klassen vor der Lunchbreak haben, um danach dann die Parade zu machen. Nur leider leider leider hat sich das Wetter doch nach ein paar wunderschönen warmen Tagen ausgerechnet am Freitag dazu entschlossen, dem ganzen Event einen Strich durch die Rechnung zu machen. Schon am Morgen gab es Thunderstorm Warnings (Gewitterwarnungen) und es wurde über die Lautsprecher angekündigt, dass die Parade eventuell abgesagt wird, wenn es später am Tag immer noch nach Thunderstorms aussieht. Dazu muss man sagen, dass diese in den USA durchaus etwas, naja, extremer ausfallen können und daher nicht zu unterschätzen sind. Ausserdem gibt es eine offizielle Regel in Madison, dass Veranstaltungen wie diese bei solchen Wetterverhältnissen nicht draussen stattfinden dürfen. Lange Rede, kurzer Sinn, letztendlich wurde die Homecoming Parade gecancelt und auch leider nicht verschoben. Das Ärgerlichste an der ganzen Geschichte ist, dass es letztendlich trotz Warnungen nicht einmal einen Thunderstorm gab!

Ich finde es natürlich sehr schade und war auch ein bisschen traurig, weil ich die Parade echt gerne miterlebt hätte, vor allem da ich sogar mit meinem Cross Country Team mitgelaufen wäre. Naja, nicht zu ändern..

Wenigstens hatten wir am Ende des (Schul-) Tages noch eine Pep Assembly im grossen Gym. Das ist eine Versammlung der ganzen Schule, wo ein bisschen School Spirit verbreitet wird. Die Sportteams sind einzeln eingelaufen und alle haben applaudiert :). Die Cheerleader und das Dance Team haben getanzt, der Concert Choir hat die Nationalhymne gesungen und ein paar Clubs sind aufgetreten. Ausserdem wurden Homecoming Queen und King gekürt. Einige Tage vorher wurde schon der Homecoming Court bekanntgegeben, das sind einige Senior-Jungs und -Mädels, die vorher von den anderen Seniors gewählt wurden und daher ziemlich bekannt und beliebt sind. Diese sind dann bei der Pep Assembly verkleidet und paarweise eingelaufen und dann alle in einem Tanzwettbewerb gegeneinander angetreten. Unser Principal (Schuldirektor) Mr. Holmes hat dann immer jemanden rausgewählt, sodass am Ende ein Mädchen und ein Junge übrig geblieben sind, die sich somit Homecoming Queen und King nennen durften. Die Homecoming Queen war übrigens eine von unseren drei Cross Country Captains, was beim Team natürlich für grosse Freude gesorgt hat ;).

Reggie the Regent, unser Maskottchen

der Concert Choir singt die Nationalhymne

Breakdance-Performance von einem Schüler

ich in Blue and Maize :D

eine ehemalige Schülerin, die jetzt irgendwas Wichtiges ist, was ich nicht ganz verstanden habe :D

die Cheerleader

das Dance Team

einige unserer Footballspieler 


der Taiko Drumming Club

Abends stand dann schon das nächste Event an: das Homecoming Footballgame! Ich bin mit einer Freundin und deren Cousine hingegangen und trotz Regen war es ganz cool. Ich verstehe zwar absolut nichts von Football, sodass die Spiele fuer mich immer nicht so sonderlich spannend sind, aber eigentlich geht es dort auch gar nicht so sehr um das Spiel, sondern einfach darum, Zeit mit seinen Freunden zu verbringen und Spass zu haben.





















Uuuuund am Samstagabend dann finally der krönende Abschluss der Woche: der Homecoming Dance! Ich bin mit Freunden hingegangen, wir waren eine Gruppe von 7 Mädels und es war sehr schoen und lustig. Wir haben uns gegen 5 p.m. bei Valina getroffen, um uns gemeinsam fertig zu machen. Tadaaa, hier sind unsere "offiziellen" Homecoming-Pictures:


von links: Eileen, Lena, Julia, Lisey, Bonnie, me and Valina





Nach dem Fotos machen sind wir zu einem Fondue-Restaurant namens "The Melting Pot"gefahren und haben dort Dinner gegessen. Es war dort ziemlich "fancy", also gourmet-maessig und teuer. Das Essen war lecker, aber fuer das Geld, was wir bezahlt haben, auch nicht sooo besonders. Naja, lustig war's auf jeden Fall und definitiv eine Erfahrung wert :p















Nach dem Essen haben wir uns auf den Weg zum Dance gemacht, der von 8 - 11 p.m. ging und in der Schule stattfand. Wir haben zuerst unsere Taschen bei einer Art Garderobe abgegeben und haben ansonsten immer abwechselnd getanzt und draussen frische Luft geschnappt :). Das Motto war "Into the Jungle", aber davon hat man eigenlich nichts gemerkt. Die Schule hatte einen DJ engagiert, der halt die normale aktuelle Pop-Musik gespielt hat. Um Punkt 11 war dann leider auch schon Schluss und ich wurde nach Hause gebracht.

Das war sie also, meine Homecoming Week. Fazit: ich fand es schade, dass bei den Mottotagen nicht alle mitgemacht haben, sonst waere es bestimmt ein bisschen cooler gewesen. Die Homecoming Parade hat ja leider nicht stattgefunden, aber das Footballgame war ganz gut. Der Dance an sich war ehrlich gesagt nicht sooo spektakulaer, aber das "Gesamtpaket", bestehend aus Freunde treffen, schick machen, zusammen essen und dann tanzen gehen, war schon ziemlich cool. Homecoming war definitiv eine tolle Amerika-Erfahrung und hat schon irgendwie Spass gemacht :) 



P.S.: Sorry fuer die teilweise etwas unscharfen Bilder, aber das ist echt schwierig, wenn sich die Leute dauerhaft bewegen :(


Freitag, 11. Oktober 2013

American High School Life

Hallo meine treuen Leser! Heute gibt es fuer euch ENDLICH den sehr langen und ausführlichen Eintrag über die High School, den ich schon vor Ewigkeiten versprochen hatte und auf den einige von euch schon sehr lange warten, nicht wahr, Michelle? ;) 

Ich möchte da sehr genau drauf eingehen, weil ich finde, dass das Thema auf anderen Blogs oft zu kurz gekommen ist (wahrscheinlich nur, weil die anderen exchange students genau so wenig Zeit haben wie ich) und ich denke, dass das die meisten von euch doch sehr interessiert. Zum Anfang will ich aber klarstellen, dass auch hier jede Schule anders ist und ich natürlich ausschliesslich von meiner Schule berichte und bestimmte Dinge an anderen High Schools ganz anders sein können. Let's go!

Meine Schule ist die Madison West High School und hat über 2.000 Schüler. West ist sehr international, wir haben viele schwarze Schüler und Leute mit asiatischem Hintergrund. Ich weiss, dass es ein Limit von 10 Austauschschuelern pro Schuljahr gibt, habe aber keine Ahnung, inwiefern das momentan ausgeschöpft ist. Von AFS sind wir drei Leute - Nora aus Norwegen, Pascal aus Deutschland und ich. Ausserdem kenne ich noch zwei Mädchen aus Ecuador, ein Mädchen aus Mexiko, und ein Mädchen und einen Jungen aus Deutschland.

Die Schule beginnt um 8:12 a.m. und jede Stunde geht 52 Minuten, das macht dann einen Schulschluss um 3:36 p.m. Zwischen jeder Stunde gibt es eine 5-minuetige Pause und nach der 4. Stunde die Lunchbreak, die auch 52 Minuten lang ist. Allerdings haben wir jeden Montag "Early Release Monday", das bedeutet, dass die Stunden kürzer sind und man insgesamt ca. eine Stunde eher fertig ist. Ich bin dadurch aber auch nicht früher zuhause, da mein Cross Country Practice trotzdem erst um die normale Zeit anfängt und wir daher warten muessen und meistens Hausaufgaben erledigen. 

Ich gehe morgens als erstes zu meinem Locker, der sich im ersten Stock befindet, um meine Cross Country Bag dort abzulegen. Die meisten Leute und auch ich haben einen Lockerpartner, mit dem sie sich einen Locker teilen, meine Lockerpartnerin benutzt ihn aber nicht, sodass ich ihn fuer mich alleine habe. Jeder Locker hat ein kompliziertes Zahlenschloss, und ich bin so froh, dass sowohl AFS bei der Arrival Orientation als auch mein Gastvater mir das vorher erklärt haben, sonst hätte ich das wahrscheinlich nie hingekriegt :D. Mittlerweile habe ich aber den Dreh raus, im wahrsten Sinne des Wortes :D. 

Danach geht's in meinen ersten Raum und durch die Lautsprecher kommt die Durchsage: "Good Morning West. We live in a nation of freedom. Participation in the anthem is voluntary. Those who wish to participate may stand, others may remain seated. Students are reminded that when you are in the hall you have to stand still during the playing of the anthem." Darauf folgt die Nationalhymne, allerdings schert sich da niemand drum, in meiner Klasse bleiben alle sitzen und gucken gelangweilt in der Gegend rum. Und die Leute in den Hallways bleiben auch nicht stehen. Das ist das morgendliche Patriotismus-Ritual an meiner Schule, wir sprechen leider nicht die Pledge of Allegiance, hab ich ganz umsonst gelernt bei der USA-VB :p. Es stimmt übrigens, dass in wirklich jedem Raum die Flagge hängt und vor der Schule weht nicht nur die USA-, sondern auch die Wisconsin-Flagge. 

Die meisten wissen wahrscheinlich schon, dass man sich in Amerika (zumindest als Junior/Senior) seine Fächer aussuchen kann und somit jeder einen individuellen Stundenplan hat. So etwas wie einen Klassenverband mit Klassenlehrer gibt es nicht. Die Lehrer haben Räume und die Schüler wechseln fuer jede Stunde den Raum.

Allerdings hat jeder einen "Homeroom", das ist ein Raum, in den wir in den ersten Schultagen vor dem Unterricht gehen mussten, damit die Lehrerin da ein paar Zettel und Handbücher aushändigen und Announcements (Ankündigungen) machen konnte. 

Mein Tagesablauf:

1. French 1:

ziemlich einfach, macht aber Spass. Meine Lehrerin kommt aus Wales, hat mehrere Jahre in Frankreich gelebt und spricht britisches Englisch mit französischem Akzent. Oh la la!

2. Chorale:

macht Spass und man kann ein bisschen entspannen. Wir singen     hauptsächlich klassische Chorlieder. Mein Lehrer ist unglaublich talentiert im Singen, Klavierspielen und einfach allem was mit Musik zu tun hat. 

3. Algebra 2: 

Mathe wird nie mein Lieblingsfach sein, ist hier aber eigentlich ganz okay. Es ist deutlich einfacher als in Deutschland. Unser erstes Thema war Statistik, jetzt machen wir gerade Algebra, also Gleichungen aufstellen und lösen, Graphen zeichnen und so. 

4. Modern U.S. History: 

ich mag meinen amerikanischen Geschichtsunterricht lieber als den deutschen, es ist ganz interessant und meine Lehrerin ist super. 

5. Lunch: 

ich setze mich mit einer Gruppe von Freunden in die Hallways und wir essen, reden und machen Hausaufgaben. 

6. Mass Media: 

mega interessantes und cooles Fach! Zuerst haben wir allgemein über Medien und besonders über die Vorteile, Probleme und Effekte von New Media/Social Media gesprochen bzw. Essays darüber geschrieben, jetzt machen wir Video Production. Wir lernen zu filmen und haben in Gruppen einen eigenen Werbespot gedreht.

7. Spanish 2: 

macht auch Spass, ich mag die Sprache sehr gerne. Mein Lehrer ist Halb-Kolumbianer und spricht daher ziemliches Native Spanish, was ich sehr gut finde.

8. Study Hall: 

ich sitze mit lauter anderen Leuten in einem Raum im Keller und mache Hausaufgaben oder lerne. 


Wenn der Unterricht vorbei ist, hole ich meine Cross Country Bag aus meinem Locker, gehe zu einem der Gyms (Turnhallen), wo wir uns im Lockerroom umziehen und dann Practice haben. Das geht bis ungefähr 5:30 und danach laufe ich nach Hause. Ich wohne übrigens weniger als eine halbe Meile von der Schule entfernt und kann in 6 Minuten hinlaufen, was sehr praktisch und angenehm ist. 

Die amerikanischen High Schools sind ja in Deutschland bekannt dafür, eine riesige Auswahl an Fächern und Clubs zu haben und viele Möglichkeiten zu bieten, neue Dinge auszuprobieren. Das ist wirklich wahr, auch an meiner Schule ist vom "Amnesty International Club" über die "Gay Straight Alliance" bis hin zum "Pokemon Club" alles dabei. Dadurch, dass bei uns die Lunchbreak so lang ist, treffen sich die meisten Clubs nicht nach der Schule, sondern in der Mittagspause. Ich bin jetzt im "Women's A Cappella Choir" (wie in "Pitch Perfect") und es macht echt Spass. Wir treffen uns jeden Donnerstag zum Proben. 

Es wird ja immer erzählt, dass die amerikanischen Lehrer wie Freunde sein sollen. Dem kann ich allgemein schon zustimmen. Ich würde zwar nicht sagen, dass sich meine Lehrer wie Freunde verhalten, aber sie sind generell wirklich netter und hilfsbereiter als die deutschen Lehrer und interessieren sich auch mehr fuer einen als Person, anstatt nur die schulischen Leistungen zu sehen. Und mit manchen Lehrern kann man auch durchaus über sein Privatleben und seine Probleme sprechen bzw. sie nach ihrem Privatleben fragen. 

Fazit: die amerikanische High School ist ein bisschen verrückt, macht mehr Spass als deutsche Schule und man lernt trotzdem noch was dabei. Meiner Meinung nach könnten sich die Schulen in Deutschland durchaus das ein oder andere von den amerikanischen Schulen abgucken, diese aber auch von den deutschen. Ich finde, das perfekte Schulsystem wäre eine Mischung aus beiden. 

Zum Schluss hoffe ich, dass meine Schwester, meine Freunde, meine Klassenkameraden und alle anderen Schüler schöne Herbstferien hatten. Ich beneide euch ;)


Montag, 7. Oktober 2013

Two Months America ?!

Heute ist der 7. Oktober 2013. Vor genau zwei Monaten bin ich losgeflogen in die USA, bin aufgebrochen in das groesste Abenteuer meines Lebens. Und ich kann es immer noch nicht glauben. Es ist so krass, wie schnell die Zeit vergeht. So lange habe ich auf dieses Jahr hingearbeitet, habe so viel Zeit, Energie und Mühe hineingesteckt, immer verbunden mit Vorfreude, aber manchmal auch Trauer. Es gab viele Emotionen, besonders in den letzten Wochen vor meiner Abreise, und ich glaube, ich habe in der langen Vorbereitungsphase manchmal nicht nur mich selbst zur Verzweiflung gebracht. In meinen letzten Tagen in Deutschland hatte ich noch soviel zu tun, dass ich überhaupt nicht begriffen habe, was ich da eigentlich grade tue. Ehrlich gesagt haben kurz vor meiner Abreise Trauer und Verzweiflung überwogen und ich konnte mich nicht wirklich freuen. Und komischerweise war ich auch fast gar nicht aufgeregt. Den Abschied von meiner Familie habe ich gar nicht richtig wahrgenommen und so bloed das jetzt auch klingen mag, es war dadurch nicht so schlimm wie erwartet. Ehrlich gesagt muss ich mir auch jetzt noch manchmal klar machen, dass mein Auslandsjahr begonnen hat und ich mich wirklich in Amerika befinde. Und ich kann es kaum glauben, dass tatsächlich schon 2 Monate vorbei sind und ich "nur noch" 9 Monate vor mir habe. Es macht mir echt Angst, dass die Zeit so schnell vorbeizieht und ich kann und will mir jetzt noch gar nicht vorstellen, wie es danach weitergeht. Ich habe Angst davor, dass die 9 Monate an mir vorbeifliegen und ich hinterher bereue, sie nicht genug genossen zu haben. Aber wahrscheinlich sollte ich nicht so negativ denken und einfach alles aufsaugen. 



Zwei wunderbare Monate voller neuer Erfahrungen und toller Erlebnisse liegen hinter mir. Neun genauso wunderbare Monate folgen. Ich liebe mein Auslandsjahr und habe bis jetzt keine Sekunde bereut, mich dafür entschieden zu haben. Ich weiss, dass es die richtige Entscheidung war. Und deshalb wird jetzt einfach mal der Kopf ausgeschaltet und die Zeit genossen. 


Sonntag, 6. Oktober 2013

Kleiner Ausblick

Hallo meine Lieben!

Es tut mir wirklich leid, dass ich so lange nichts geschrieben habe. Ich hab nach wie vor kaum Zeit und bin viel beschäftigt. Ich freue mich ja, dass ihr so neugierig seid, was bei mir abgeht, und werde mir deshalb jetzt auch mal ein bisschen mehr Mühe geben. Problem: es passiert jeden Tag so viel, dass ich das gar nicht alles festhalten kann. Ich habe so viel zu sagen und weiss nicht wie. Daher habe ich mir gedacht, dass ich (hoffentlich) in den nächsten Tagen erstmal Posts über die folgenden Dinge machen werde:

1. über Homecoming, ganz aktuell und mit vielen Fotos

2. über die High School, diesen Eintrag habe ich schon seit                    mehreren Tagen fertig, konnte ihn aber leider noch nicht                   veröffentlichen, da was mit der Bearbeitung nicht ganz geklappt hat

3. ein "Photo Journal" mit Erläuterungen von Anfang an, seit ich        hergekommen bin, da ich so viele Fotos von den verschiedensten Dingen habe, die hier noch nicht gezeigt wurden


Ich hoffe, das sind Themen, die euch interessieren, aber davon geh ich doch mal aus :). 


Love Love Love, 

Toni


Samstag, 14. September 2013

Ill and Busy

Im Moment bin ich leider ein bisschen erkaeltet, was wohl an den starken Klimaanlagen liegt. Naja, muss ich jetzt durch, wird schon wieder. Ansonsten geht's mir aber nach wie vor gut. :) 

Leider ist der Sommer jetzt wohl fast vorbei, die Hitze hat sich verzogen und fuer kaeltere Tage und Naechte platzgemacht. 

Jetzt habe ich auch schon meine erste komplette Schulwoche und mittlerweile drei CC-Meets hinter mir. Die letzten Tage waren dementsprechend gefuellt mit Schule, Cross Country und Hausaufgaben. 

Am letzten Wochenende waren wir bei einem Barbecue von Freunden von Noras Gasteltern, im Kino ( "We're the Millers" ist echt zu empfehlen, der Film ist richtig lustig) und bei einem Shakespeare-Theaterstueck unter freiem Himmel. Am Dienstag haben wir uns das Soccergame unserer Schule angeschaut, am Donnerstag war ich dann bei meinem ersten amerikanischen High School-Footballgame und gestern Abend haben Nora und ich uns einfach mit ein paar Leuten getroffen und rumgehangen. Heute schmeissen Noras Gasteltern noch eine fette Party mit lauter wichtigen Leuten, was morgen kommt, weiss ich noch nicht. Und am Montag kommen Mark und Deb (meine Gasteltern) dann endlich aus Kanada wieder und ich kann wieder nach Hause umziehen. 

So, das war's erstmal fuer heute, ich dachte ich schreibe euch einfach mal, was ich die letzten Tage so gemacht hab. Ein ausfuehrlicher Eintrag ueber die Schule folgt, wenn ich wieder zuhause bin.

Samstag, 7. September 2013

Moved!

Hallo Freunde!

Ich habe die Gastfamilie gewechselt. Nein, keine Sorge, nicht fuer das restliche Jahr. Nur fuer 12 Tage!

Okay, okay, ich verschaffe Aufklaerung :D

Also, meine Gasteltern sind am Donnerstag nach Toronto, Kanada aufgebrochen, um dort das Film Festival zu besuchen. Natuerlich haetten sie mich mitgenommen, waere da nicht die Schule. Die hat naemlich am Mittwoch angefangen und weder die Schule, noch AFS waeren wahrscheinlich sonderlich begeistert gewesen, wenn ich direkt am Anfang so lange fehle. Mal ganz davon abgesehen, dass es meiner Integration bestimmt nicht gutgetan haette, die ersten Schultage zu verpassen. Also blieb mir nichts anderes uebrig, als hier zu bleiben, waehrend Mark und Deb nach Toronto aufgebrochen sind. Meine Gasteltern und meine AFS-Betreuer haben also eine Uebergangsbleibe fuer mich organisiert. Netterweise haben sich Nora und ihre Gasteltern bereit erklaert, mich aufzunehmen, bis meine Gasteltern wieder da sind. Da bin ich nun also. Wollte ich euch nur mitteilen. :)

Dienstag, 3. September 2013

My First Cross Country Meet Ever

Letzten Samstag war es also soweit - unser erstes Cross Country Meet der Saison und fuer mich das allererste in meinem Leben!

Schon mal vorweg: "XC" und "CC" sind Abkuerzungen fuer "Cross Country", also bitte nicht wundern, wenn ich das mal schreibe.

Wir haben uns schon um 6 a.m. (!!!) an der Schule getroffen, um dann ca. 2 Stunden mit original amerikanischen gelben Schulbussen nach West Bend, WI zu fahren, denn die dortigen High Schools ("West Bend West" und "West Bend East") haben das "Jamie Block Memorial Invitational" (offizieller Name des Wettbewerbs) ausgerichtet. Ausser uns sind dort noch ungefaehr 20 andere Teams angetreten, sodass insgesamt um die 1.000 Laeufer zusammenkamen. Man muss aber dazu sagen, dass es ein grosses Meet war, es sind wohl bei den anderen Wettbewerben nicht mehr so viele. Es gab insgesamt 4 Laeufe - Freshmen/Sophomore Girls, Freshmen/Sophomore Boys, Junior/Senior Girls und Junior/Senior Boys.

Als wir angekommen sind, haben wir erstmal unsere Sachen abgestellt und sind danach die Strecke abgelaufen. Um 10 a.m. sind dann unsere Freshmen und Sophomores gestartet und wir anderen standen an der Strecke zum Cheering. Die Juniors und Seniors, also auch ich, mussten dann um 11:20 ran und ich war sooo aufgeregt : D.

Es war ein 4k Race (also 4 Kilometer) und ich bin eine Zeit von 21:24 gelaufen. Ist jetzt natuerlich nicht besonders gut oder so, aber darum ging es mir auch ueberhaupt nicht. Mein Ziel war es, die gesamte Route durchzujoggen, ohne zwischendurch zu laufen, und das hab ich geschafft. Es war zwar hart, vor allem weil die besonders am Anfang alle megaschnell laufen und man ja auch irgendwie mithalten will, ausserdem sind 4 Kilometer ueber Huegel und "Stock und Stein" auch was anderes als 4 Kilometer auf dem flachen Sportplatz.

Am Ziel haben dann schon riesige Eistruhen mit nassen Handtuechern auf uns gewartet und spaeter gab es fuer unser Team auch noch Wasser, Obst und Bagels. 

Zum Schluss wurden dann noch die jeweils besten 15 Jungs und Maedels in jeder Altersklasse verkuendet und es gab Awards fuer die besten Teams. Unser Team hat den 2. Platz in beiden Gesamtwertungen gemacht, woohoo!

Ach uebrigens: Vor dem ersten Lauf wurde die Nationalhymne gespielt, und alle sind aufgestanden, haben sich zur Flagge gedreht und die Hand aufs Herz gelegt. Das fand ich schon ziemlich krass, ich meine, das muss man sich mal bei SCHULWETTBEWERBEN in Deutschland vorstellen? : D

Aber das allerbeste ist immer noch der Teamspirit. Es ist unglaublich, wie jeder an der Strecke steht und seine Laeufer anfeuert, erst Recht auf der Zielgeraden. Alle kreischen und schreien und rufen Namen!
Ausserdem machen wir vor jedem Lauf gemeinsam unseren Cheer. Und man wird immer gelobt und jeder sagt "Good Job", auch wenn man noch so schlecht war.

Und obwohl natuerlich jeder sein Team fuer das Beste haelt, wird trotzdem fuer die anderen geklatscht und teilweise werden sogar Leute von anderen Teams angefeuert, wenn sie schlappmachen oder so. Die Leute sind generell nicht so neidisch wie in Deutschland und man goennt sich gegenseitig mehr und erkennt die Leistungen von anderen an.

Insgesamt war es eine coole Amerika-Erfahrung und wird auch bald zur Routine, da wir ab jetzt fast jede Woche ein Meet haben.

"Everywhere we go, everywhere we go, people wanna know, people wanna know, who we are, who we are, so we tell them, so we tell them, we are the Regents, we are the Regents, the mighty mighty Regents, the mighty mighty Regents, WE - WE ARE THE MIGHTY MIGHTY REGENTS, WE - WE ARE THE MIGHTY MIGHTY REGENTS!"